Hannah Rieder
Hannah Rieder
28.05.24

How to make: Tepache

Gerade als Du Dir gedacht hast: Kombucha, Kefir, I’ve seen it all, kommen wir mit einem neuen fermentierten Drink um die Ecke. Und den haben wir uns nicht selbst einfallen lassen – Dein neuer Lieblingsdrink stammt ursprünglich aus Mexiko.

How to make: Tepache

All about Tepache

Tepache ist ein Getränk mit einer langjährigen Geschichte. Tatsächlich wurde es schon vor der Ankunft Kolumbus in Südamerika von indigenen Völkern getrunken und von den Maya sogar bei religiösen Zeremonien verwendet. Der Name Tepache stammt von dem Nahuatl Wort tepiātl und bedeutet in etwa gemahlener Maisdrink. Im ursprünglichen Rezept war also Mais die Basis. Über die Jahre wurde allerdings eine Frucht die Basis der Tepache. Die drei Key Ingredients für die heutige Tepache sind Ananas, Zimt und Panela, ein Vollrohrzucker – und natürlich Wasser. Teilweise wird das Fruchtfleisch verwendet, teilweise der Strunk und die Rinde. Je nach Region oder sogar Familie gibt es unzählige Variationen, bei denen Ingwer oder diverse Gewürze hinzugefügt werden. Egal in welcher Variante: Am besten schmeckt Tepache eiskalt.

In Mexiko ist Tepache so populär, dass man sie in Restaurants, Bars oder eben einfach an Straßenständen in Plastiktüten gekühlt, inklusive Strohhalm to-go kaufen kann. Übrigens: Lässt Du Tepache länger stehen, entsteht durch den Fermentationsprozess früher oder später Alkohol. Kein Wunder also, dass an Orten, an denen kein Alkohol getrunken werden darf, gerne alkoholische Tepache gebraut wird – zum Beispiel in mexikanischen Gefängnissen. Im Süden des Landes wurden sage und schreibe 700 Liter der alkoholischen Variante in einem unterirdischen Tunnelsystem gefunden – Prost!

Du bist neugierig geworden? Dann ran an die Gläser und los fermentieren – mit oder ohne Alkohol ist natürlich Dir überlassen.

Für 2 Liter Tepache brauchst Du:

  • 1 Bio-Ananas (ca. 800 g, ohne Blätter)
  • 200 g Panela
  • 1 TL Zimt
  • 1 Liter Wasser

nach Belieben: 

  • 2 cm frischer Ingwer
  • 1 Chilischote
  • ½ TL Piment

So geht’s:

Schneide die Ananas in Stücke und gib sie mit den restlichen Zutaten in ein Glas. Zerstampfe die Ananas leicht und gieße die Zutaten mit Wasser auf und verschließe Dein Glas. Lass Deine Tepache 2–3 Tage bei Raumtemperatur fermentieren. Es ist wichtig, dass Du das Glas einmal pro Tag öffnest, damit die Gase entweichen können und Dein Glas nicht platzt. Nach Ende der Fermentationszeit kannst Du Deinen Drink probieren. Je länger er steht, desto sprudeliger wird er. Wenn die Tepache Deinem Geschmack entspricht, kannst Du die Flüssigkeit durch ein Sieb in ein Glas abgießen und sie anschließend im Kühlschrank lagern, um die Fermentation zu stoppen.

Falls Du Deine Ananas lieber snackst, kannst Du auch nur den Strunk und die Schalen verwenden, dann brauchst Du von allen anderen Zutaten aber im Verhältnis weniger, also ca. ein Drittel. Zur Sicherheit kannst Du aber nachwiegen, damit Dein Drink auch richtig fermentiert!

Hannah Rieder
Hannah Rieder

Procurement Managerin

Für unsere Procurement-Managerin Hannah steht das L in Leidenschaft für Lebensmittel: neue Produkte im Supermarkt auschecken oder über den Markt schlendern, Rote-Bete-Gnocchi kochen und Rosmarin-Focaccia backen oder eben Leckereien schnabulieren. Eine (Food-)Tour durch Südostasien und Indien und eine viel zu große Gewürzsammlung später lag es also nahe, Lebensmittel zum Beruf zu machen. Auf eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel bei einer großen Supermarktkette folgte ein Studium der Ernährungswissenschaften. 

Bei KoRo sorgt Hannah als Procurement-Managerin dafür, dass nur die beste Qualität zum besten Preis ins (digitale) Regal kommt. Von Soja-Proteincrispies über Cerealien und Kekse bis hin zu Getränken – die Produktpalette, um die sie sich kümmert, ist groß. Ihr Foodiewissen rund um pflanzliche Küche, Food Trends und Ernährung noch größer – und genau dieses Know-how teilt sie regelmäßig auf unserem Blog.

In ihrer Freizeit erkundet Hannah gerne neue Orte und Cafés, reist und liest viel. Wenn sie kocht, dann meistens frei Schnauze und lässt sich von dem inspirieren, was zur Verfügung steht. Wenn sie eine Zutat sieht, die sie nicht kennt, muss sie sie direkt verkochen und probieren. 

Du bist hungrig nach mehr? Dann schau im Blog vorbei und erfahre alles über Kefir und Kombucha, was eigentlich eine gesunde Ernährung ausmacht, was sekundäre Pflanzenstoffe sind und warum Lebensmittel entölt werden.

Eine gute Lektüre ruft natürlich nach einem passenden Snack!

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