Zum Inhalt springen
Melde Dich jetzt zum Newsletter an und erhalte einen 5% Code auf Deine nächste Bestellung

Mehr Kultur auf dem Teller: Dein Guide für fermentierte Lebensmittel

Du gibst ihm einen Namen, du weißt genau, wie alt er ist, und beobachtest ihn liebevoll beim Schlummern…Die Rede ist von Deinem Sauerteig-Starter. Aber weißt Du auch, was genau passiert, während er leise vor sich hin blubbert? Wir erklären es Dir und zeigen Dir unsere Fermentations-Favoriten zum Löffeln und Trinken.

Glas mit Kimchi als Beispiel für fermentierte Lebensmittel, daneben eine Schale mit fermentiertem Kohl und eine Bowl mit frischem Gemüse auf hellgrünem Hintergrund.

Fermentation einfach erklärt: So entsteht Geschmack

Fermentation klingt vielleicht erstmal kompliziert, ist aber eigentlich ziemlich simpel: Es geht um die „Umwandlung von Stoffen”. Das übernehmen winzige Helferlein, die man Mikroorganismen nennt, beispielsweise Bakterien oder Hefen. Sie verwandeln Zucker und andere organische Stoffe in Säure oder Alkohol – je nachdem, welche Art der Fermentation gerade stattfindet.

Ein kleiner Überblick über die verschiedenen Varianten der Fermentation: 

  • Alkoholische Gärung: Hier übernehmen Hefen das Kommando. Sie verwandeln Zucker in Alkohol und sorgen so für Wein, Bier & Co.

  • Essigsäuregärung: Kennst Du vielleicht von Wein, der zu lange geöffnet steht: Bakterien wandeln den enthaltenen Alkohol in Essigsäure um.

  • Milchsäuregärung: Genau diese Art interessiert uns besonders. Sie macht Sauerkraut, Kimchi oder eingelegtes Gemüse richtig lecker, würzig und leicht säuerlich.

  • Alkalische Gärung: Eher selten, kommt aber zum Beispiel durch bestimmte Bakterien oder Schimmelpilze vor.

Unterschied zwischen Einlegen und Fermentieren

Jetzt weißt Du, wie Fermentation grundsätzlich funktioniert. Aber Moment mal – was ist eigentlich der Unterschied zwischen Einlegen und Fermentieren? Ganz einfach: Beim Einlegen wird die Säure – zum Beispiel Essig – von außen hinzugefügt. Beim Fermentieren hingegen übernehmen die Mikroorganismen das Steuer und produzieren die Säure direkt in den Lebensmitteln. Das Ergebnis? Ein komplexer Geschmack: frisch, leicht säuerlich, würzig und manchmal angenehm prickelnd.

Bowl mit Reis, Gurke, Edamame und Paprika, getoppt mit Kimchi als Beispiel für fermentierte Lebensmittel, garniert mit Sesam und gehalten mit Essstäbchen.

Von Kimchi bis Sauerkraut: Unsere Favoriten

Fermentation ist längst nicht nur ein TikTok-Trend – diese jahrtausendealte Tradition bringt schon lange Geschmack, Tiefe und Charakter auf den Teller. Kein Wunder, dass selbst Sterne-Küchen darauf schwören! Also, warum nicht auch Du? Vielleicht schlummert ja schon das ein oder andere fermentierte Produkt in Deinem Vorratsschrank oder Kühlschrank – ohne dass Du es bemerkt hast.

Hier ein paar Beispiele für fermentierte Lebensmittel:

  • Fermentierte Getreide & Hülsenfrüchte Proteine & Brot: Ein absoluter Publikumsliebling: Sauerteigbrot! Ein Klassiker, den einfach jede:r liebt! Ein weiterer Favorit  ist unser Bio Tempeh, dieser bringt mit 18 g pro 100 g ordentlich Protein auf den Teller. Du kannst ihn braten, marinieren und anschließend in Bowls, Sandwiches oder Pfannengerichten genießen. 

  • Fermentiertes Gemüse: Der Klassiker schlechthin ist natürlich Sauerkraut. Wer es etwas würziger mag, sollte unbedingt veganes Kimchi probieren (Wusstest du, dass es Koreas Nationalgericht ist?).

  • Fermentierte Milchprodukte: Cremiger Joghurt oder Kefir bringen herrliche Frische auf Deinen Teller. Die lebenden Kulturen können außerdem die Verdauung von Laktose in Joghurt oder fermentierter Milch bei Personen verbessern, die Schwierigkeiten mit der Laktoseverdauung haben.

  • Fermentierte Pasten & Soßen: Sojasauce und würzige Miso-Paste liefern Umami pur und sind echte Game-Changer für die vegane und vegetarische Küche.

  • Fermentierte Getränke: Prickelnder Bio-Kombucha ist die spritzige Alternative zu Limo. Mit einem Bio-Kombucha Scoby kannst Du Kombucha selber machen und frische, hausgemachte Limonaden zaubern – zum Beispiel einen erfrischenden Orange Kombucha. Wer Lust auf eine tropische Erfrischung hat: Wie wäre es mit Tepache selber machen? Das mexikanische Ananas Getränk, das für fruchtig-spritzigen Genuss sorgt. 

Egal ob gekauft oder selbstgemacht – fermentierte Lebensmittel bringen Aroma, Charakter und jede Menge Spaß auf Deinen Teller.

Glas mit Kombucha-Scoby und Starterflüssigkeit als Beispiel für fermentierte Lebensmittel, bedeckt mit einem Tuch und von einer Hand gehalten vor hellgrünem Hintergrund.

Fermentierte Lebensmittel selbst herstellen: Darauf musst Du achten

Bist du bereit, in Deiner Küche selbst zum Kultur-Profi zu werden? Hier unsere Tipps für den Fermentations-Start:

  • Hygiene: Gläser, Löffel und alles, was mit Deinen Kulturen in Kontakt kommt, müssen blitzsauber sein. Nur so vermehren sich die „guten“ Mikroben.

  • Die richtige Umgebung: Mikroorganismen mögen es meist an einem dunklen Ort mit konstanter Zimmertemperatur.

  • Geduld haben: Fermentation braucht Zeit. Je länger Du wartest, desto intensiver wird der Geschmack.

Das war ein kleiner Einblick in die Welt der Fermentation - und das war erst der Anfang! Lust auf noch mehr Würze, Schwung und Überraschungen auf Deinem Teller? Dann entdecke unseren Guide, wie Du Lebensmittel haltbar machen kannst. Mit ein paar cleveren Essentials hebst Du Deinen Küchenalltag ganz einfach aufs nächste Level.

Lisa steht lächelnd vor der Kamera und hat einen schwarzen Hund auf dem Arm, der ebenfalls in die Kamera schaut
Lisa Flüeck

Working Student Content

Ehrliche Antwort: Schafft man es wirklich, sich nur ein einziges Kochvideo anzuschauen? Lisa sagt ganz klar: nein (zugegeben, eine kleine Obsession). Denn bei ihr führt ein Video fast automatisch zum nächsten: Rezepte werden gespeichert, Ideen ges...

Mehr über diese*n Autor*in lesen